Frühling in der Pflanzstelle

Und schon ist wieder Frühling! Die Zeit ist ziemlich gerast und mal wieder viel passiert. So kommen wir auch erst jetzt zum Schreiben vom Newsletter.

Was seit dem letzten Newsletter passiert ist:

Beim Werkstattgespräch am 18.02. zu den weiteren Planungen der Hallen Kalk haben wir bunt, kreativ und mit vielen Leuten klar gemacht, dass für uns die derzeitigen Pläne nicht annehmbar sind. Mit Musik und einer simulierten, aber sehr freundlichen Verdichtung haben wir die von uns erstellte Alternativplanung an alle Gäste der Veranstaltung verteilt. Die neuen Pläne waren für uns wenig überraschend, mit der Ausnahme, dass nun eine Halle für die Kölner Messe als zusätzliche Dependance vorgeschlagen wurde. Deren Anlieferverkehr durch LKW soll in genau dem Innenhof stattfinden, der auch für uns als neuer Standort vorgeschlagen wird. Man stelle sich einen Garten auf Beton, im Schatten, in dem Kinder direkt neben rangierenden LKW spielen sollen, vor. Einen solchen Vorschlag als Kompromiss verkaufen zu wollen ist mehr als absurd. Eine wirkliche Diskussion war nicht vorgesehen, was auch viele Kalker Bürger*innen zum Anlass genommen haben ihre Kritik an den vorgestellten Plänen schon in der Fragerunde und während der Beiträge loszuwerden. Auch die für eine Diskussion vorgesehenen Stellwände spiegelten dieses Bild wider und wenig Positives wurde in den Plänen gesehen. Darüber berichtete auch die Rheinische Rundschau. Einen ausführlicheren Nachtrag zum Werkstattgespräch hatten wir bereits veröffentlicht. Nochmal einen herzlichen Dank an alle, die die Pflanzstelle an diesem Abend unterstützt haben!

Das darauf folgende Wochenende gab es das wieder einmal gut gelungene Saatgutfestival und am nächsten Tag noch einen gemeinsamen Anpacktag, auf dem wir bereits das Tomaten- und das Gewächshaus auf Forderfrau gebracht, den zweiten Kompost eingerichtet und einige Reparaturen im Garten durchgeführt haben. Es folgte die Karnevalszeit. Hier haben wir den Geisterzug genutzt, um als Hochhäuser, oder als Pflanzen verkleidet auf uns und die Verdichtung Kalks aufmerksam zu machen.

Am 10.März fand ein Workshop zum Thema „Gender in der Pflanzstelle“ statt. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir in der Pflanzstelle sensibel für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sein können und Sexismus begegnen können. Dabei sind verschiedene Ideen entstanden wie: eine Pronomen-Runde vor jedem Plenum, das Erstellen eines Begriff-Glossar für die Website oder das Arbeiten mit erklärenden Schildern in der Pflanzstelle.

Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Gruppe von Eltern mit Kindern, die sich regelmäßig treffen. Sie haben am 17.03. einen Anpacktag für den Kinderplatz durchgeführt und diesen um eine Lehmküche und ein paar Beete erweitert. Zwischenzeitlich sind auch schon die Kartoffeln in die Kita zum Keimen gewandert und die Samen zum Vorziehen auf die Fensterbretter.

Was noch diesen Monat folgt:

Am 13. April ab 14 Uhr möchten wir uns den Boden bzw. die Erde in unseren Gemüsebeeten auf der Pflanzenstelle genauer ansehen, denn ein guter Boden ist bekanntlich die beste Grundlage für gesunde und üppige Pflanzen. Interessierte jeden Alters sind herzlich eingeladen mit uns in der Erde rumzuwühlen – gemeinsam macht es sicherlich noch mehr Spaß! Alles was ihr dafür benötigt, ist eine Portion Neugier und wenn vorhanden, ein leeres durchsichtiges Schraubglas mit Deckel. Wir werden ein paar kleine Experimente durchführen, uns die Bodenqualität genauer ansehen und lernen, wie wir den Boden für die Pflanzen besser machen können. Dieser Bodentag richtet sich an alle, die an Boden und Experimenten interessiert sind, gerne auch Kinder!

Einen Tag später geht es direkt weiter auf der Pflanzstelle mit dem nächsten Anpacktag. Am 14. April ab 12 Uhr wollen wir den Garten gemeinsam mit allen Interessierten, Bau- und Buddelfreudigen weiter für die neue Gartensaison vorbereiten. Ganz besondere Aufgaben sind: Bau von größeren Kartoffelkisten für die Kinder aus der Kita Sieversstraße, und die Renovierung unseres Gewächshäuschens – nachdem wir beim letzten Anpacktag das Häuschen von der Plane befreit haben, wollen wir dieses mit Hohlkammerplatten verkleiden, die dann hoffentlich länger halten als die Plane. Außerdem kann ordentlich gegärtnert werden. Wir sorgen wie immer für Getränke, die es gegen Spende gibt, und freuen uns, wenn wieder so tolle vegane Köstlichkeiten mitgebracht werden wie beim letzten Mal und wir unser gemeinsames Büffet wieder so bunt und lecker füllen können.

Nach Ostern möchten wir gemeinsam mit euch den Frühling mit einem rauschenden Fest willkommen heißen. Am 28. April ab 13 Uhr wird wieder ordentlich gerauscht auf der Pflanzstelle mit leckerem veganen Essen und Getränken gegen Spende. Interessierte führen wir durch die Pflanzstelle und an einem Infostand wollen wir über den aktuellen Stand hinsichtlich des Werkstattverfahrens „Hallen Kalk“ berichten. Für alle, die etwas kreatives machen möchten, gibt es außerdem eine Bastelecke zum austoben. Wir freuen uns auf euch! Weitere Informationen zu unserem Frühlingsrausch findet ihr hier.

Am 4. Mai möchten wir zum Solidarischen Maifest einladen. Von 12 bis 16 Uhr auf dem Kalker Markt wird es Lesungen, Musik und Essen geben und verschiedene Kalker Initiativen stellen sich vor. Ab 16Uhr gibt es eine Demo für eine Soldarische Nachbarschaft. Weitere Informationen findet ihr hier.

Im Mai verschiebt sich unser Plenum einen Tag: am 5. Mai um 15 Uhr treffen wir uns in der Pflanzstelle.

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13. April ab 14 Uhr: Bodentag – 14. April ab 12 Uhr: Anpacktag – 28. April ab 13 Uhr: Frühlingsrausch – 4. Mai ab 12 Uhr: Solidarisches Maifest – 5. Mai 15 Uhr: Planungstreffen

 

Los geht´s in die neue Gartensaison

Am letzten Wochenende haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr ein Lagerfeuer in der Pflanzstelle gemacht und die schon warme Nachmittagssonne genossen. Im Februar. Mal sehen, was uns dieses Jahr bringen wird. In jedem Fall waren wir schon voller Vorfreude auf die kommende Gartensaison und viele weitere Mittage, Nachmittage und Abende in der Pflanzstelle, mit kühler Erde an unseren Fingern und dem Duft der vielen Kräuter in unseren Nasen.

Bevor es aber so richtig losgehen kann mit dem Gärtnern und all den warmen Tagen in der Pflanzstelle, steht das Planungsverfahren rund um die Hallen Kalk an, von dem wir direkt betroffen und akut bedroht sind. Am 18. Februar um 18 Uhr in der Kaiserin-Theophanu-Schule (Kantstraße 3) stellen das Architekturbüro BeL und die Stadtverwaltung der Öffentlichkeit die Baubauungspläne vor. Wir sehen uns von den Plänen massiv bedroht. Auch für den ganzen Stadtteil stellen die Pläne einen massiven Einschnitt dar. Unseren Unmut darüber wollen wir auch dort kundtun. Kommt auch ihr vorbei, informiert euch. Laut Programm soll es Raum für Diskussionen geben. Unsere ausführliche Stellungnahme zu den Bebauungsplänen findet ihr hier.

Wir werden in diesem Jahr sicherlich viel Kraft, Energie und Zeit in diesen Prozess stecken müssen, aber es gibt auch so viel schönes, auf das wir uns schon freuen! Ende Januar haben wir uns zu einem Jahresauftakt zusammengefunden. Nach dem Einstieg mit Kaffee und Sonnenschein hatten Interessierte die Möglichkeit, sich die Pflanzstelle genauer anzusehen und vor Ort Fragen zu stellen, während eine andere Gruppe sich mit Aufgaben und Ideen für die kommende Gartensaison beschäftigt hat. Ergebnis: Es stehen viele schöne Sachen an! Neben Festen und Anpacktagen gibt es Ideen für Workshops, Aktionen für Kinder, die Verschönerung unseres neuen Bauwagens und auch der Kochlöffel soll wieder häufiger geschwungen werden. Daneben haben wir uns mit der Verbesserung von Strukturen und regelmäßigen Aufgaben beschäftigt. Ein rundum motivierender Start ins neue Pflanzstellenjahr – und besonders über die vielen neuen Gesichter haben wir uns sehr gefreut!

Am Samstag den 23. Februar möchten wir euch zum Saatgutfestival in der VHS am Neumarkt einladen. Von 11 bis 17 Uhr können Samen ertauscht und erworben werden. Außerdem gibt es wie immer ein spannendes Programm rund um Samen, Wildbienen und Insektenschutz und Ernährungssicherheit. Auch wir werden mit einem kleinen Stand vertreten sein. Dort könnt ihr alles über die Pflanzstelle erfahren. Ein paar Samen aus dem Garten bringen wir auch mit. Weitere Informationen und das Programm gibt es hier, zu lesen.

Direkt am nächsten Tag, also Sonntag den 24. Februar, laden wir ab 11  Uhr zum ersten Anpacktag in die Pflanzstelle ein. Es gibt schon einiges zu tun, um den Garten auf die kommende Saison vorzubereiten. Wir wollen gemeinsam das Gewächs- und Tomatenhäuschen reparieren, die Tomatenerde muss ausgetauscht werden… Außerdem wollen wir das Saatgut zum Vorziehen verteilen. Wir sorgen für Verpflegung und warme und kalte Getränke. Gerne könnt ihr auch eine kleine vegane Köstlichkeit mitbringen. Wenn ihr einfach nur so den Tag in der Sonne genießen wollt, dann könnt ihr das auch sehr gerne in der Pflanzstelle tun.

Im März und April planen wir ein paar Workshops. Noch ist nicht alles bis zum Ende geplant. Wir werden euch aber rechtzeitig darüber informieren. Sicher ist aber schon der Bodentag in der Pflanzstelle. Am 13. April wollen wir uns gemeinsam den Boden in den Hochbeeten anschauen und gemeinsam rausfinden, welche Möglichkeiten es gibt, ihn zu verbessern. Weitere Informationen folgen bald.

Dann noch ein wichtiger Hinweis: Karneval ist ja dieses Jahr so spät – am ersten Märzwochenende. Deswegen findet das Märzplanungstreffen eine Woche später statt, also am 9. März um 15 Uhr. Und vielleicht ja auch schon in der Pflanzstelle. Den genauen Ort erfahrt ihr auf unserer Homepage und auf Facebook.

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18. Februar 18 Uhr: Werkstattgespräch Hallen Kalk – 23. Februar 11-17 Uhr: Saatgutfestival – 24. Februar ab 11 Uhr: Anpacktag – 9. März 15 Uhr: Planungstreffen – 13. April: Bodentag in der Pflanzstelle

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Infos und unsere Stellungnahme findet ihr hier.

Ein neues Jahr beginnt

Das alte Jahr ist gefühlt schon lange rum. Es war ein schönes Jahr, das Jahr 2018. Heiß war es. Viele warme Sommerabende, Auberginen und Chillies. Ein neuer Bauwagen samt mobilen Podest hat unseren alten gelben Bauwagen ersetzt. Wunderbare rauschende Feste haben wir mit euch gefeiert.

Aber es war auch ein ganz schön trubeliges Jahr: die Proteste im Hambi haben wir alle verfolgt und zum Teil nicht nur vor Ort unterstützt. Wir waren bei der RabAZ-Demo im Oktober dabei und haben für den Erhalt sozialer und linker Freiräume in Köln demonstriert. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Planungsprozess rund um die Hallen Kalk, von dem wir direkt betroffen sind. Auch im kommenden Jahr wird uns dieser Prozess viel beschäftigen. Mit öffentlichen Aktionen und Auftreten möchten wir über unsere Situation aufklären und unsere Argumente für ein Bleiben an Ort und Stelle darlegen. Wir halten euch diesbezüglich auf dem Laufenden. Wer nähere Informationen möchte und/oder uns unterstützen möchte, kann sich gerne unter pflanzstelle[ät]riseup.net melden.

Nun beginnt ein neues Jahr und damit auch eine neue Gartensaison. Diese planen wir nun schon so langsam, aber im letzten Monat des Jahres 2018 ist noch einiges passiert:

Am 8. Dezember war die Pflanzstelle mit einem Infostand auf Mili´s Autonomen Winterland im AZ vertreten. Leider war das Wetter sehr nass und stürmisch. Versüßt wurde der Tag dafür mit Keksen, stimmigen Lichterketten und vielen interessierten Menschen. Mit unseren Flyern konnten wir über das Planungsverfahren der Hallen Kalk und die Folgen für die Pflanzstelle informieren, sowie zur kommenden Gartensaison einladen.

Das Jahresende haben wir für einen gemeinsamen Rückblick genutzt. Wie hat uns die vergangene Gartensaison gefallen? Was lief gut, wo sehen wir noch Raum für Verbesserungen? Im Januar wollen wir die Reflexion fortsetzen und mit einem Ausblick ins neue Jahr starten. Hierzu laden wir ausdrücklich auch Interessierte ein, die sich mal anschauen wollen, wie die Arbeit auf der und hinter den Kulissen der Pflanzstelle aussieht. Der Jahresausblick 2019 soll am 20. Januar von 11 bis 15 Uhr im Integrationshaus (Ottmar-Pohl-Platz 5) stattfinden. Wir freuen uns über viele neue und auch bekannte Gesichter!

Und damit kommen wir schon in das neue Jahr und den ersten Veranstaltungen:

Für das Planungstreffen im Februar wurden uns wieder die Räume des Naturfreund*innenhauses in Kalk zur Verfügung gestellt. Einen großen Dank an die Naturfreund*innen Kalk! Damit verschiebt sich unser Treffen um einen Tag und findet am 3. Februar um 15 Uhr im Naturfreund*innenhaus Kalk (Kapellenstraße 9A) statt.

Am 23. Februar findet das alljährliche Saatgutfestival in der VHS am Neumarkt statt. Von 11 bis 17 Uhr könnt ihr dort Samen tauschen und erwerben. Außerdem gibt es spannende Vorträge und Workshops rund um das Thema Samen, Pflanzen und Ernährungssicherheit. Auch wir werden dort mit einem kleinen Infostand vertreten sein. Dort erfahrt ihr alles rund um die Pflanzstelle: Wie kann ich mitmachen? Wie ist die Pflanzstelle organisiert? Wann kann ich vorbeikommen? Außerdem bringen wir ein paar Samen aus dem Garten mit!

Direkt einen Tag später laden wir zum ersten Anpacktag des Jahres 2019 ein. Am 24. Februar ab 11 Uhr wollen wir den Garten so langsam auf die kommende Gartensaison vorbereiten. Unter anderem müssen die Tomatenhäuschen repariert, die Tomatenerde ausgetauscht werden. Für warme Getränke und eine kleine Stärkung sorgen wir. Ihr seid aber herzlich eingeladen vegane Kleinigkeiten zur Verpflegung mitzubringen.

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20. Januar 11-15 Uhr: Jahresausblick 2019 – 3. Februar 15 Uhr: Planungstreffen – 23. Feburar 11-17 Uhr: Saatgutfestival VHS – 24. Februar ab 11 Uhr: Anpacktag

Beginn der Wintersaison

Es ist nun schon richtig kalt geworden und in den Garten und die Beete kehrt eine spätherbstliche Ruhe ein. Während die Arbeiten im Garten werden weniger wollen wir die Winterpause nutzen, um auf das Jahr zurückzublicken, Pläne für das Kommende zu machen und weiter den Prozess um die Hallen Kalk zu verfolgen und aktiv einzuwirken.

In den letzten Wochen hatten wir noch schöne Tage auf der Pflanzstelle – wie bei unserem Herbstrausch. Da hatten wir mal wieder richtig Glück mit dem Wetter! Es war eine sehr schöne Stimmung bei Pizza und Kuchen, mit vielen rumwuselnden Kindern, die Aufstell-Bäume aus Pappe gebaut haben. Später haben Kalkbrand noch ein paar ihrer Stücke zum besten gegeben und damit unser neues Podest so richtig eingeweiht. Vielen Dank an alle die da waren!

Noch ist der Garten aber nicht ganz bereit für den Winter. Um die Beete für die kalte Jahreszeit fit zu machen, laden wir am 25. November ab 11 Uhr zum Gartentag ein. Neben den Beeten müssen wir noch einen Erd- und Kieshügel versetzen, da auf den anderen Teil der Brachfläche eine provisorische Kita/Grundschule geplant wird. Aus dem abgeerntetem Gemüse aus den Beeten wollen wir eine große Suppe kochen, die uns zwischendrin aufwärmt.Wir freuen uns auf viele helfende Hände.

Am 20. Januar 2019 planen wir einen großen Auftakt für das Gartenjahr 2019. Gemeinsam wollen wir über die kommenden Monate reden, Pläne und Vorhaben austauschen. Außerdem möchten wir zu diesem Tag alle „Neuen“ und Neugierigen ausdrücklich und herzlich einladen, um eine kleine Einführung in die Pflanzstelle zu geben. Dabei sollen Fragen geklärt werden wie: Wie sind wir organisiert? Was heißt gemeinschaftlich? Wie kann ich meine Ideen auf der Pflanzstelle umsetzen? Wie kommunizieren wir? Genaue Uhrzeit und Ort werden noch bekannt gegeben.

Ein wichtiger Hinweis noch: Das nächste Planungstreffen am 1. Dezember findet nicht, wie angekündigt, im Naturfreund*innenhaus statt, sondern bei einer*m von uns privat. Wenn du teilnehmen möchtest, aber nicht weißt, wohin du kommen sollst, dann melde dich sehr gerne bei uns unter pflanzstelle[ät]riseup.net.

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25. November ab 11 Uhr: Gartentag – 1. Dezember 15 Uhr: Planungstreffen – 20. Januar 2019: Jahresauftakt 2019

Alles neu macht der Oktober…

… ausnahmsweise nicht nur der Mai in diesem Jahr bei uns.

Wie schon im letzten Newsletter angekündigt, haben sich auf der Pflanzstelle nun größere optische Veränderungen vollzogen. Im Endeffekt ging nun doch alles schneller, als erwartet. Kaum eineinhalb Monate, nachdem uns bekannt war, dass wir den gelben Bauwagen (bisher Dauerleihgabe) abgeben müssen, haben wir uns jetzt einen neuen, etwas kleineren Bauwagen angeschafft. Durch super Vorbereitung vom neuen Bewohner des wegziehenden Bauwagens haben wir es am letzten September-Wochenende geschafft, den neuen Bauwagen einzurichten und daneben ein schönes überdachtes und auch mobiles Podest zu bauen. Kommt gerne zum Probesitzen vorbei! Außerdem haben wir an dem Wochenende die Terasse davor erneuert, den Zaun mal wieder freigeschnitten und einiges an Ordnung wieder in die Pflanzstelle gebracht. Ein herzlicher Dank nochmal an Alle, die sich an dem schönen Wochenende mit Händen, Ideen und gemeinsamem Essen beteiligt haben!

Und auch im Garten gab und gibt es noch einiges zu tun. Die Beete wurden noch mit Gründüngung und letzten Aussaaten wie Feldsalat und Spinat vor dem Winter bestückt. Die letzten Tomaten werden gerade noch im warmen Sonnenlicht reif, die Auberginen und Zucchinis wachsen und gedeihen und der Mangold lässt uns auch nicht im Stich. Im November wollen wir noch zu einem gemeinsamen Gartentag einladen, an dem wir die Beete endgültig winterfest machen wollen. Weitere und nähere Infos folgen.

Mit der letzten Pflanzbar des Jahres 2018 haben wir nun auch den Abschluss der Gartensaison gebührend gefeiert. Mit einem großen Feuer, leckerem Essen und schönen Klängen haben wir den überraschend warmen Oktoberabend genossen. Mit dem Herbst stellen wir nun auch unseren regelmäßigen Öffnungszeiten ein. Wir laden aber immer wieder zu Aktions- und Gartentagen, Festen oder MitmachBrunchs ein. Beachtet dazu unsere Homepage oder Facebook-Seite. Es war eine wunderbare Gartensaison mit viel Sonne, Wärme, Lachen, schönen Menschen, gutem Essen und viel Gemüse!

Wie bei vielen anderen auch war dieser Spätsommer und Frühherbst auch bei uns sehr viel und voll. Die Ereignisse und Themen haben sich ziemlich überschlagen. Die Entwicklungen im Hambi sowie die Waldspaziergänge und Demos haben viele Kapazitäten von einigen von uns gebunden. Wir verfolgen weiterhin die dortigen Entwicklungen und sind gespannt, wohin es gehen wird. Aber auch in Köln, außerhalb des Gartens, ist vieles passiert. Das erste Oktober-Wochenende fand das RabAZ statt. Wir konnten das AZ mit Pflanzen und Material unterstützen. Und auch bei dem Demo am 7. Oktober waren wir dabei, um für den Erhalt linker Freiräume, wie das AZ oder den Wagenplatz „Wem gehört die Welt“, zu protestieren. In einer Rede auf der Demo konnten auch wir auf unsere Situation aufmerksam machen. Weiterhin wissen wir nicht, in welche Richtung die gesamte Planung des ehemaligen KHD-Geländes geht. Bisher gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass die Stadt auf die bereits ansässigen Akteur*innen wie Vision e.V. und Pflanzstelle zugeht. Den Redebeitrag der RabAZ-Demo findet ihr hier.

Zum Schluss noch ein paar Ankündigungen. Die allerwichtigste zu Beginn! Es rauscht wieder. Und zwar schon richtig bald. Am 21. Oktober ab 13 Uhr laden wir zum HerbstRausch ein. Wir wollen die bis dahin reifen Zucchinis, Auberginen, Mangold und Tomaten ernten und zu feinen Pizzen aus unserem Lehmofen verwurschteln. Warme und kältere Getränke gibt es gegen Spende. Interessierte und Neugierige führen wir wieder in einer kleinen Runde durch den Garten. Und für die Kinder gibt es auch was. So viel sei gesagt: es gibt viel Pappe und Farbe. Wir freuen uns auf euch und diesen wunderbar sonnigen Tag!

Außerdem haben uns die Naturfreund*innen Kalk angeboten in diesem Jahr bei ihnen zu überwintern. Das heißt, unsere Planungsgtreffen im November uns Dezember finden im Naturfreunde-Haus Kalk Kapellenstraße 9a statt. Danke an die Naturfreund*innen für das Winterquartier!

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21. Oktober ab 13 Uhr: HerbstRausch – 21. und 28. Oktober 15 Uhr: Kunst-AG – 4. November 15 Uhr: Planungstreffen bei den Naturfreund*innen

 

Ist schon wieder Herbst?!

Der Herbst nistet sich so langsam in Köln ein. Wer hätte das vor ein paar Wochen noch gedacht? Der Juli und der August bescherten uns noch einige sehr heiße und insbesondere trockene Tage. Alles ging etwas gemächlicher,  ruhiger zu und wir sind in ein kleines Sommerloch gefallen. Dennoch haben wir einen wunderbaren Sommer auf der Pflanzstelle mit euch verbracht!

Die sommerlichen Nächte wurden auch im Juli und August für Pflanzbars und Küfas genutzt. Bei weniger kühlen Getränken und leckerem Essen saßen wir gemeinsam mit vielen Menschen im Garten und haben diesen unglaublichen Sommer mit Musik und schönen Gesprächen genossen. Bei einer der letzten Pflanzbars musste dann sogar tatsächlich noch mal die Feuerschale angeschmissen werden.

Am 29. Juli haben wir zum Mitmachbrunch geladen. Trotz tollstem Seewetter kamen ein paar Menschen und wir haben den Sonntag im Garten verbracht. Neben all den leckeren Mitbringseln, gab es dieses Mal auch zwei kleine Workshops. In einem haben wir etwas über Kompost, inbesondere Bokashi-Kompost, gelernt. Außerdem gab es eine Einführung zu unsere Kompost-Toiletten.

Seit August (bis Mitte Oktober) trifft sich jeden Sonntag um 15 Uhr die Kunst-AG. Ein Einstieg ist dabei jederzeit möglich und es werden keinerlei Vorkenntnisse benötigt. Lediglich Spaß am kreativen Arbeiten, eine feste Malunterlage/ Keilrahmen, Pinsel, zwei Becher und Sonnenschutz solltest du mitbringen. Eigene Materialien kannst du gerne mitbringen, wir werden aber auch je nach Bedarf versuchen, einen Grundstock an Farben und Materialien gegen eine kleine Spende zur Verfügung zu stellen. Die Workshopleitung übernimmt die Künstlerin und Pädagogin Niko Es (https://nikoes.jimdo.com/).

Am Samstag, den 8. September, laden wir euch herzlich zum Taunusstraßen-Fest ein. Ab 14 Uhr stellen sich verschiedene Kalker Initiativen vor, es gibt Essen, Getränke und viel Musik. Auch wir sind dort mit einem Stand vertreten – und hoffentlich auch mit unserem Fahrrad-Mixer, der gerade auf Hochtouren repariert wird. Dann könnt ihr euch wieder eure Smoothies erstrampeln.

Mit dem Herbstbeginn einher geht auch das Ende der Gartensaison. Konkret für den Garten bedeutet das: das Ende der regelmäßigen Öffnungszeiten. Wie und wann ihr trotzdem in die Pflanzstelle kommen könnt, informieren wir euch auf der Homepage und Facebook. Noch ist es aber nicht soweit und im September ist die Pflanzstelle noch regulär geöffnet. Das Ende der Gartensaison möchten wir aber mit euch gebührend feiern: am 5. Oktober mit der letzten Pflanzbar des Jahres 2018. Wie immer wird es Getränke gegen Spende geben (die sind dann im Oktober vielleicht auch tatächlich kühl), Essen und Musik. Am 21. Oktober wollen wir dann mit euch den Herbst so richtig begrüßen: unser HerbstRausch naht. Noch steht außer dem Termin, einer Feuerschale, warmen Getränken und Essen noch nicht so viel. Weitere Infos folgen bald.

Ende September wird es auch einige optische Veränderungen auf der Pflanzstelle geben. Wir  werden uns von unserem gelben Bauwagen trennen müssen – diesen wird dann aber ein lieber Mensch ab Herbst bewohnen und mit neuem Leben füllen. Auch wenn wir diesem Abschied mit einem weinenden Auge zusehen, so schafft so etwas auch immer Platz für Neues. Manche von euch haben vielleicht schon unseren kleinen Bauwagen-Nachfolger gesehen. Dieser wird an die Stelle des gelben Bauwagens kommen. Es gibt schon zahlreiche Ideen, wie er dort gut integriert und was noch alles umgebaut werden könnte. Es braucht aber noch ein paar helfende Hände. Für alle, die Lust auf Bauen, Werkeln und Räumen haben: Am 29. und insbesondere 30. September findet jeweils ab 11 Uhr unser Bauwagen-Wochenende statt. Wir werden euch an den Tagen mit Essen und Getränken versorgen. Auch haben wir reichlich Werkzeug – wenn ihr aber noch Akkuwerkzeuge habt, dann bringt diese gerne mit.

Neben all diesen schönen Dingen haben wir uns weiter mit unserer Zukunft als Pflanzstelle an unserem bisherigen Standort beschäftigt. Noch ist unklar, wohin die Neuplanungen des ehemaligen KHD-Geländes gehen. Der „neue“ Standort, den uns der Sieger*innen-Entwurf zugewiesen hatte, steht nicht weiter zur Verfügung, da dort nun eine Schule gebaut werden soll. Klar ist nur: Wir als Pflanzstelle wollen bleiben, wo wir jetzt sind. Und eigentlich sollte doch allen Beteiligten nach diesem extrem heißen und trockenen Sommer klar sein: Wir brauchen mehr Grünflächen in der Stadt – und insbesondere in Kalk, einem der dichtbebautesten Stadtteile NRWs! Nicht nur dienen die Grünflächen und Parks der Erholung der Anwohner*innen, sind Schutzraum für Tiere, Insekten und Pflanzen, sondern sie sind auch die „Klimaanlagen“ der Stadt. In der jetzigen Situation, in der der Klimawandel immer spürbarer wird, fordern wir eine nachhaltige Stadtentwicklung, die den Klimawandel mit seinen extremen Wetterereignissen ernst nimmt. Auch in Kalk. Deshalb fordern wir: Erhalt der Pflanzstelle an ihrem jetzigen Standort! Keine Bebauung der Brachfläche! Weitere Infos zu „Pflanzstelle bleibt“ und unsere Argumente findet ihr hier.

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Termine im September und Oktober

7. September: Taunusstraßenfest – 29.&30. September: Bauwagen-Wochenende – 5. Oktober: Abschluss der PflanzbarSaison – 4.-7. Oktober: RabAZ21. Oktober: HerbstRausch

Hochsommer im Juni

Es ist wirklich verrückt. Die Sonne scheint und scheint und scheint. Das schon warme Wetter im Mai ging nahtlos in einen Hochsommer im Juni über. Während sich alle Sonnenanbeter*innen über diese Wochen mit vollstem Sonnenschein freuen, setzt diese ungewöhnlich regenlose und heiße Zeit so früh im Jahr der Vegetation überall ziemlich zu. Die Bäume verlieren stellenweise schon ihr Laub, das Gras ist überall verbrannt und sämtliche Nutzpflanzen müssen ordentlich gewässert werden, damit nicht auch sie vertrocknen und zumindest eine kleine Ernte abwerfen. Und so müssen auch wir ordentlich gießen und haben unseren Gießplan dieses Jahr schon Ende Mai/Anfang Juni begonnen – also einen guten Monat früher als sonst. An dieser Stelle möchten wir uns herzlichst bei unseren Nachbarn Vision e.V. bedanken, die uns schon seit vielen Jahren im Sommer mit Wasser versorgen. Denn selbst die schönsten Regenrinnen und Regentonnen nützen nicht viel, wenn es einfach nicht regnet!

Auch wenn es ein unglaublich schöner Sommer ist, so betrachten wir ihn mit etwas Sorge und fragen uns, wann es denn mal wieder regnet, damit unsere Regentonnen wieder aufgefüllt werden und die Erde endlich wieder etwas Wasser bekommt. Dafür gedeihen die Auberginen, Paprika und Artischocken, wie in keinem Jahr zuvor! Und es gab bereits zahlreiche sommerliche Nächte in der Pflanzstelle:

Der Juni bot gleich an drei Freitagen der Pflanzbar die Gelegenheit, ihre Pforten zu öffnen.  Angenehmste Temperaturen, schöne Gespräche, Lagerfeuer und Musik luden zum entspannten Beisammensein bis tief in die Nacht.

Ein Highlight der Pflanzbar im Juni waren aber auch die Pflanzstellen-Burger! Zu veganen (handmade) Patties gesellten sich erntefrischer Mangold, Gurken und Rote Bete. Ab Juli übernimmt dann die ‚Küche für Alle‘ und verwöhnt uns in regelmäßigen Abständen mit leckeren Zaubereien aus der Pflanzstellen-Küche. Ein erster Termin hierfür ist der 20.Juli.

Über die letzten vier Wochen waren wir auch viel außerhalb des Gartens unterwegs. Am 1. Juli waren wir gemeinsam mit Gemeinschaftsgärten Köln auf dem Tag des guten Lebens im Agnesviertel. Dort konnten sich die Besucher*innen über die Pflanzstelle informieren. Eigentlich war ein Revival der Fahrrad-Mixer-Aktion vom letzten Tag des guten Lebens in Deutz geplant. Doch leider hat der Mixer kurz zuvor seinen Geist aufgegeben. Wir hoffen, ihn bald wieder repariert zu haben, damit er wieder einsatzbereit ist und durch Köln reisen kann. Wer Lust an der Reparatur hat oder Ideen – es geht irgendwie um ein Zahnrad – kann sich gerne bei uns melden!

Eine Woche später, am 7. Juli, waren wir auf dem Kalk Fest. Es war ein wunderbarer Tag mit einem bunten und wuseligen Treiben auf dem Kalk Markt. Wir haben es uns mit unseren Gartenbänkchen und Gartenstühlen im Schatten bequem gemacht – und viel interessierten Besuch von Kalker*innen bekommen. Außerdem hatten wir noch einige Pflänzchen abzugeben und selbstgemachtes Pesto mit Kräutern aus der Pflanzstelle hatten wir auch dabei.

Zuletzt möchten wir an dieser Stelle noch einmal die Werbetrommel für unser Senior*innen-Treffen rühren. Auch im Juli laden wir an zwei Terminen zu einer gemeinsamen Führung durch den Garten mit anschließendem Erzählsalon bei Kaffee und Kuchen. Das Format ist generationenübergreifend darauf ausgelegt, die Pflanzstelle auch für Kalker Senior*innen zugänglich zu machen und zum Mitgärtnern oder Verweilen einzuladen. Die Treffen finden am Mittwoch, dem 18. Juli und am Montag, dem 30. Juli jeweils um 15 Uhr statt.

Darüber hinaus möchten wir euch noch informieren, dass wir unsere Öffnungszeiten leicht geändert haben. Die Mittwochöffnungszeit bleibt gleich, ebenso die Pflanzbar. Aber zu den Wochenendöffnungszeiten ist der Garten erst ab 15 Uhr geöffnet – dafür dann bis 18 Uhr und somit kann ein weiterer Sommerabend im Garten verbracht werden.

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Termine im Juli

18. Juli & 30. Juli 15 Uhr: Senior*innen-Treffen – 20. Juli ab 18 Uhr: Küche für Alle – 27. Juli: Pflanzbar – 29. Juli ab 11 Uhr: MitmachBrunch und AnpackTag – 2. August 15 Uhr: Planungstreffen

Öffnungszeiten: Mittwoch 17-19 Uhr und Samstag & Sonntag 15-18 Uhr

Kartoffeln, Kuchen, Kalk

Im Mai ist im Garten viel passiert. Alles sprießt und schießt in die Höhe und wird wunderbar grün. Die Radieschen konnten wir schon ernten. Und natürlich Salat, Unmengen Salat. Er breitet sich überall in unseren Kisten aus, sodass er bei unserem Frühjahrsrausch auf unseren Burgern gelandet ist und es trotzdem scheint, als hätten wir nichts geerntet. Viele Kulturen zeigen sich nun erstmals: Rote Beete, Mangold, Stangenbohnen, Linsen, Pastinaken, Möhren, Schwarzwurzeln, Lauch und Erbsen lassen auf eine gute Ernte hoffen. Auch die Kartoffeln haben einen riesen Schub gemacht und bei den Artischocken lassen sich erste Herzen blicken. Nach den Eisheiligen Mitte Mai konnten wir auch die kälteempfindlicheren Pflanzen setzen. In einer gemeinschaftlichen Aktion haben Tomaten, Paprika, Chilis und Auberginen Einzug in das Gewächshaus, in das neu gebaute Tomatenhaus und die Freilandliebhaber in die Bäckerkisten gehalten. Beim Frühjahrsrausch wurden dann noch vorgezogene Kürbisse und Gurken gesetzt. Zucchini haben auch ihren Platz gefunden. Nun heißt es abwarten und hoffen, dass die Schnecken gnädig sind und die Pflanzen schnell genug wachsen, um ihnen nicht zum Opfer zu fallen.

Der viel zu warme Mai hat alle Pflanzen schon auf eine harte Probe gestellt. Bei Temperaturen über 30 Grad musste der eine oder andere Gießdienst erfolgen, damit die Pflänzchen in ihren Kisten nicht vertrocknen. Auch der Spinat hat uns das Wetter übel genommen und ist direkt geschossen. Der Mai ist auch der Start für die Erdbeer- und Rharbarbarzeit. Die ersten Erdbeeren konnten wir also danke der warmen Temperaturen schon genießen und beim Frühjahrsrausch gab es einen leckeren Rharbarberkuchen. Auch den Beikräuter (auch als Unkraut bekannt) gefällt es in unseren Kisten sehr gut. Nun heißt es regelmäßig jäten, damit wir am Ende nicht nur Melde, Gundermann, Vogelmiere und Co. ernten können.

Wow, was für ein Treffen! Am Montag (11. Juni) hat sich der gerade entstehende Subkulturhofprozess zum zweiten Mal versammelt, mit über 30 Menschen. Wir haben viel geschafft. Unter anderem haben wir über das Konsensprinzip als Entscheidungsprinzip gesprochen und dazu ein positives Stimmungsbild eingeholt. Außerdem haben sich unsere frisch gegründeten AGs vernetzt. Und natürlich haben wir viel diskutiert, für einige vielleicht zu viel und für andere noch nicht genug. Der Diskussionsbedarf war einfach überwältigend, was überhaupt nicht verwunderlich war. Schließlich ist der Prozess etwas Neues. Menschen aus Kalk organisieren sich und entwickeln eine gemeinsame Vorstellung davon, wie sie ein Teilareal der Hallen Kalk (an der Dillenburger Straße) nutzen können. Es handelt sich um einen echten Partizipationsprozess. Die Richtung: von unten nach oben! Und für alle, die noch nicht dabei waren: Der Prozess ist offen. Das nächste Treffen findet am 9. Juli von 18.00 bis 21.00 statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben, zum Beispiel über den Kalkverteiler und unsere Homepage.

Am Freitag, dem 15. Juni, ist die nächste Pflanzbar. Anscheinend soll es trocken und warm werden. (http://pflanzstelle.blogsport.eu/mitmachen/pflanzbar/)

Besuch bekam die Pflanzstelle im Mai von der Garten-AG der Kaiserin-Theophanu-Schule (KTS). Die Kinder, die sich normalerweise dienstagnachmittags um den Schulgarten der KTS kümmern, freuten sich schon auf die Abwechslung, die ihnen der Ausflug bieten würde und kamen gut gelaunt auf unserem Gelände an. Während einer Führung durch den Garten lernten sie die Idee des gemeinschaftlichen Gärnterns kennen und konnten unsere Anbaumethode mit den Hochbeeten bestaunen, die sie vielleicht auch in ihrem Schulgarten umsetzen können. Nach einer kleinen Pause im Schatten der Bäume hatten die Kinder dann die Idee, die Pflanzstelle für ein großes Versteckspiel zu nutzen. Dabei wurde das Gelände bis in seine hintersten Winkel erforscht und wir mussten lange suchen, bis alle Kinder wieder aufgetaucht waren.

Normalerweise besteht der Newsletter vor allem aus Rückblicken. Hier machen wir eine Ausnahme und berichten von einer Idee, die uns gut gefallen hat und die wir umsetzen möchten. Wir wollen ein Format anbieten, das sich explizit an die Kalker Senior*innen richtet. Es wird einen Workshop von ungefähr zweieinhalb Stunden geben. Wir beginnen mit einer kleinen Gartenführung, bei der die Teilnehmer*innen auch die Gelegenheit haben, die Hände in die Erde zu stecken. Mit den Erdkrümeln an den Fingern und dem Geruch der Kräuter in der Nase setzen wir uns anschließend zum Erzählsalon an einen Tisch – bei Kaffee und Kuchen natürlich (vegan!). Jede*r, die*der möchte, kann nun davon erzählen, welche Bedeutung der Garten und das Gärtnern in ihrem*seinem Leben hatte und hat. Es geht um das Erinnern und ein bisschen auch darum, Lust zu machen, immer wieder auf die Pflanzstelle zu kommen und zu gärtnern. Wir probieren das zunächst einmal aus. Der erste Termin ist Montag, der 25. Juni, 15.00. Anmeldungen können per Mail an pflanzstelle@riseup.net gerichtet werden. Die Teilnehmer*innenzahl ist ausnahmsweise auf 15 begrenzt, damit wir die Betreuung organisieren können.

Vorsommerliche Gefühle

 

 

 

 

 

 

 

Viel ist passiert in der kurzen Zeit seit unserem letzten kleinen Bericht. Alles wächst und gedeiht, der Salat sprießt, die Kartoffeln wachsen und der Rhababer wird schön groß und süß für den ultimativen Rhababer-Kuchen beim FrühlingsRausch am 19.Mai.

Was sonst noch so passiert ist?!

Die erste Komposttoilette ist offiziell in Betrieb genommen! Am Abend vor der ersten Pflanzbar 2018 wurden die letzten Feinheiten fertiggestellt. Der Bereich unterhalb der Klobrille bekam besondere Aufmerksamkeit und wurde mit einem komplizierten Konstrukt aus Fahrradschlauch, zwei Plastik-Tonnen und einem Pinkeltrichter bestückt.  Aus Holzpalletten wurde ein bequemer und stabiler Aufstieg ins Häuschen gefertigt, ein Riegel wurde an der Innenseite der linken Tür angebracht, um hier schon einmal unerwünschte Zweitgäste zeitweise aussperren zu können. Nun findet sich am Ende eines verwunschenen Weges, der unweit des blauen Bauwagens seinen Anfang nimmt, ein Kompostklo in idyllischer Lage, mit durchsichtigem Wellblechdach, durch das tags ein hoffentlich blauer Himmel und nachts die Sterne und ein Stück Mond natürliche Beleuchtung spenden. Erste Reifeprüfungen haben die Toilette ebenso wie ihre Nutzer*innen meisterlich bestanden. Ein Workshop zum Thema: >Was machen mit den Dingen, die dann in den Tonnen landen?< findet mittags, kurz vor Beginn des Frühlingsrausches am 19.05.2018 statt. Wir freuen uns, über alle, die kommen.

Am 27. April, einem Freitag, gab es die erste Pflanzbar in diesem Jahr. An Abenden wie diesem ist greifbar, warum die Pflanzstelle ein besonderer Ort ist und warum sie genau dort bleiben sollte, wo sie ist. Es war richtig voll – über 100 Gäste – und es gab ein schönes Konzert in der Dämmerung (danke Porfidio!). Es waren anfangs viele Kinder da und ganz spät viele Leute, die am Feuer gejammt haben. Und dazwischen … war die Stimmung einfach schön.

Der Kampf um Kalker Freiräume ist am 6. Mai in die nächste Runde gegangen. In der Kaiserin-Theophanu-Schule haben sich in einem methodisch begleiteten „Vernetzungs- und Ideenworkshop“ annähernd 70 Menschen getroffen, um über das Gelände des Subkulturhofs zu sprechen (http://www.hallen-kalk.de/). Wir haben versucht, in drei Richtungen Ideen zu entwickeln. Wie können wir das Areal konkret nutzen? Wie können wir es anstellen, dass das Gelände überhaupt für eine Nutzung gewonnen wird? Und wie lässt sich der Kalker Subkulturhof-Prozess organisieren? An unterschiedlichen Thementischen haben wir diese Fragen diskutiert, ganz ohne Vorgaben und Randbedingungen. Ganz ohne? Naja fast. Ein paar Dinge stehen schon fest. Der Subkulturhof-Prozess ist ein Prozess von unten nach oben. Wir warten nicht darauf, dass die Stadt uns Räume anbietet. Wir fordern Räume von der Stadt und wir machen konkrete Vorschläge. Der Prozess ist übrigens offen für alle, die dazustoßen möchten. Das nächste Treffen ist in Planung und wird breit angekündigt. Wir könnten hier noch sehr viel schreiben, aber der Platz ist begrenzt. Deshalb: Verfolgt den Prozess und bringt euch ein! Wir brauchen Freiräume in Kalk. Noch ein letztes Wort dazu: Die Pflanzstelle bleibt, wo sie ist. Dafür setzen wir uns ein.

Neben den menschlichen Bewohnern von Kalk weiß auch eine junge Amselfamilie den Garten zu schätzen. Im Holzlager unseres Schuppens ist ein kleines Nest mit hungrigen jungen Amseln. Für sie ist neben der Ruhe auch das große Nahrungsangebot in Form von zahlreichen Insekten auf der Pflanzstelle wichtig. Mit den Bäumen, Sträuchern und Beeten bietet unser Gelände ein Netzwerk von Lebensräumen für viele Kleinlebewesen und wir freuen uns, dass dieses Geflecht nun auch Amselküken beheimatet.

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Termine im Mai und Juni

18. Mai: Pflanzbar – 19. Mai ab 13 Uhr: FrühlingsRausch – 2. Juni 15 Uhr : Planungstreffen

Öffnungszeiten: Mittwoch 17-19 Uhr und Samstag & Sonntag 12-15 Uhr