Vorsommerliche Gefühle

 

 

 

 

 

 

 

Viel ist passiert in der kurzen Zeit seit unserem letzten kleinen Bericht. Alles wächst und gedeiht, der Salat sprießt, die Kartoffeln wachsen und der Rhababer wird schön groß und süß für den ultimativen Rhababer-Kuchen beim FrühlingsRausch am 19.Mai.

Was sonst noch so passiert ist?!

Die erste Komposttoilette ist offiziell in Betrieb genommen! Am Abend vor der ersten Pflanzbar 2018 wurden die letzten Feinheiten fertiggestellt. Der Bereich unterhalb der Klobrille bekam besondere Aufmerksamkeit und wurde mit einem komplizierten Konstrukt aus Fahrradschlauch, zwei Plastik-Tonnen und einem Pinkeltrichter bestückt.  Aus Holzpalletten wurde ein bequemer und stabiler Aufstieg ins Häuschen gefertigt, ein Riegel wurde an der Innenseite der linken Tür angebracht, um hier schon einmal unerwünschte Zweitgäste zeitweise aussperren zu können. Nun findet sich am Ende eines verwunschenen Weges, der unweit des blauen Bauwagens seinen Anfang nimmt, ein Kompostklo in idyllischer Lage, mit durchsichtigem Wellblechdach, durch das tags ein hoffentlich blauer Himmel und nachts die Sterne und ein Stück Mond natürliche Beleuchtung spenden. Erste Reifeprüfungen haben die Toilette ebenso wie ihre Nutzer*innen meisterlich bestanden. Ein Workshop zum Thema: >Was machen mit den Dingen, die dann in den Tonnen landen?< findet mittags, kurz vor Beginn des Frühlingsrausches am 19.05.2018 statt. Wir freuen uns, über alle, die kommen.

Am 27. April, einem Freitag, gab es die erste Pflanzbar in diesem Jahr. An Abenden wie diesem ist greifbar, warum die Pflanzstelle ein besonderer Ort ist und warum sie genau dort bleiben sollte, wo sie ist. Es war richtig voll – über 100 Gäste – und es gab ein schönes Konzert in der Dämmerung (danke Porfidio!). Es waren anfangs viele Kinder da und ganz spät viele Leute, die am Feuer gejammt haben. Und dazwischen … war die Stimmung einfach schön.

Der Kampf um Kalker Freiräume ist am 6. Mai in die nächste Runde gegangen. In der Kaiserin-Theophanu-Schule haben sich in einem methodisch begleiteten „Vernetzungs- und Ideenworkshop“ annähernd 70 Menschen getroffen, um über das Gelände des Subkulturhofs zu sprechen (http://www.hallen-kalk.de/). Wir haben versucht, in drei Richtungen Ideen zu entwickeln. Wie können wir das Areal konkret nutzen? Wie können wir es anstellen, dass das Gelände überhaupt für eine Nutzung gewonnen wird? Und wie lässt sich der Kalker Subkulturhof-Prozess organisieren? An unterschiedlichen Thementischen haben wir diese Fragen diskutiert, ganz ohne Vorgaben und Randbedingungen. Ganz ohne? Naja fast. Ein paar Dinge stehen schon fest. Der Subkulturhof-Prozess ist ein Prozess von unten nach oben. Wir warten nicht darauf, dass die Stadt uns Räume anbietet. Wir fordern Räume von der Stadt und wir machen konkrete Vorschläge. Der Prozess ist übrigens offen für alle, die dazustoßen möchten. Das nächste Treffen ist in Planung und wird breit angekündigt. Wir könnten hier noch sehr viel schreiben, aber der Platz ist begrenzt. Deshalb: Verfolgt den Prozess und bringt euch ein! Wir brauchen Freiräume in Kalk. Noch ein letztes Wort dazu: Die Pflanzstelle bleibt, wo sie ist. Dafür setzen wir uns ein.

Neben den menschlichen Bewohnern von Kalk weiß auch eine junge Amselfamilie den Garten zu schätzen. Im Holzlager unseres Schuppens ist ein kleines Nest mit hungrigen jungen Amseln. Für sie ist neben der Ruhe auch das große Nahrungsangebot in Form von zahlreichen Insekten auf der Pflanzstelle wichtig. Mit den Bäumen, Sträuchern und Beeten bietet unser Gelände ein Netzwerk von Lebensräumen für viele Kleinlebewesen und wir freuen uns, dass dieses Geflecht nun auch Amselküken beheimatet.

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Termine im Mai und Juni

18. Mai: Pflanzbar – 19. Mai ab 13 Uhr: FrühlingsRausch – 2. Juni 15 Uhr : Planungstreffen

Öffnungszeiten: Mittwoch 17-19 Uhr und Samstag & Sonntag 12-15 Uhr

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